Das neue Schuljahr und die neuen Hoffnungen:)
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Am 3. Juni 2005 hat die Schulgemeinschaft des Komplexes der Berufsschulen Nr. 1 in Międzyrzec Podlaski die Unierten aus Podlasie als ihren Patron angenommen. Diese Entscheidung ist historisch zu begründen, denn die Unierten sind stark mit Międzyrzec Podlaski und der Umgebung verbunden. Die Verfolgung der Unierten fand ihren Ausdruck besonders scharf im östlichen Teil der Republik Polen schon in Jahren 1827-1839, und in der Umgebung von Biała Podlaska und Chełm in Jahren 1864-1905.

Es begann mit der Stellenbesetzung in der Uniertengeistlichenhierarchie durch die regierungstreuen Leute; dann kamen die Zaren- und Staatsapparatsanordnungen und die starken Repressionen. Die Union auf den in Russland nach der Dritten Teilung Polens eingliederten Gebieten wurde eigentlich ohne größere Probleme aufgelöst. Die Widerspenstigen wurden verhaftet und ins Gefängnis geworfen.

Die Lage auf dem südlichen Podlasie und im östlichen Teil von Lubelszczyzna – auf den Gebieten, die am 26. Februar 1832 “für immer in den Russischen Staat eingegliedert wurden“ – war dramatisch. Hier hat der russische Zar Wojwodschaften in Gouvernements verwandelt, Russisch als Amtssprache eingeführt, russische Schulen gegründet, griechisch-orthodoxen Kirchen gebaut, aber er hat die Union lange Zeit nicht aufgelöst. Den Kampf mit der Unierten auf diesem Gebiet hat er erst nach dem Aufstand von 1864 begonnen.

Der direkte Kampf mit dem Unterricht auf Polnisch war der erste Schritt der so genannten “Entpolonisierung“ der Unierten auf Podlasie und Chełmszczyzna. Dann kam die “Entpolonisierung“ der Uniertenkirchen. Bisher wurden alle Predigten auf Polnisch gehalten; man hat auch Kirchenlieder in dieser Sprache gesungen. Der russische Staatsapparat hat es verboten. Die Uniertenpriester gerieten in die Lage, wo sie sich an die Gläubigen in der Sprache wenden sollten, die sie selbst nicht akzeptierten und ihnen das Singen in der Muttersprache verbieten mussten. Der Termin der “Entpolonisierung“ der Uniertenkirchen und des “freiwilligen“ Übergangs zur griechisch-orthodoxen Kirche wurde für den 1. Januar 1874 bestimmt.

Nach diesem Termin begann ein strenger, rücksichtsloser, an vielen Orten auch ein blutiger Kampf mit den so genannten “widerspenstigen Unierten“. Gegeneinander traten 2 ungleichen Gruppen. Die angreifende Seite war der russische Staatsapparat mit Gendarmerie, Armee und allen zum Kampf nötigen Mittel. Dagegen waren die Unierten ganz wehrlos; sie verfügten nur über starken Wille, ihre Rechte zu schützen und für den Glauben und Staatsangehörigkeit zu kämpfen. Diesem ungleichen Kampf fielen zum Opfer natürlich vor allem die Unierten. Trotzdem verharrten sie in ihrem Widerstand.

“Russifizierung“ der Unierten auf Podlasie machte keine Vorschritte. Vergeltungsmassnahmen und Terror erwiesen sich als wirkungslos. An manchen Orten wurden Schusswaffen benutzt; viele wehrlosen Menschen wurden getötet oder verletzt. Die russischen Truppen haben besonders stark Bewohner von Drelów und Pratulin angegriffen.

Das einfache, aber in seinem Glauben starke Volk trat am 24. Januar 1874 für seine Kirche ein. Den Märtyrertod fanden 13 Personen, die von Zarenschergen erschossen wurden. Die weiteren 180 wurden verletzt und ca. 80 – verhaftet.

In den anderen Pfarrgemeinden wurde zwar die Schusswaffe nicht benutzt, aber trotzdem brachten die Unierten immer größeren Opfern wegen verschiedener Verfolgungsmittel.

Das Martyrium der Unierten nahm sein Ende erst mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und mit der Wiedererrichtung eines unabhängigen Polen.

Dr. Józef Geresz hat gesagt: “Die Märtyrer aus Pratulin sind eine Synthese des Verhaltens aller Unierten aus Podlasie. Sie zeigten uns, wie sich Christusanhänger verhalten sollten. Sie weigerten sich nicht, für Ihn ihr Leben zu opfern und schon deswegen sind sie des Seligennamen wert.“

Projekty Unijne
Pozalekcyjna Akademia Kompetencji

 

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